Flusskreuzfahrt „Donauflair“

Der Frühling und Sommer 2020 hat uns vor besondere Herausforderungen gestellt. Ein Virus hat die Welt lahm gelegt und somit auch unser Reiseverhalten grundsätzlich verändert. Notgedrungen mussten wir zu Hause bleiben, keine Reisen in die Ferne, ja nicht mal in unsere geliebten Nachbarstaaten wie Italien und Kroatien war ein kleiner Vorsaison Ausflug möglich. An eine Kreuzfahrt war ja gar nicht zu denken. Ein Highlight war dann dennoch als die Reisen auf dem Fluss gestartet wurden und bekanntlich ist Wasser eben Wasser egal ob Salz drinnen ist oder nicht. So entschieden wir uns, einmal eine Reise auf der Donau zu versuchen.

Die Anreise nach Passau war sehr einfach, da wir uns für die Anreise per Auto entschieden haben. Dieses konnten wir in der Globus Parkgarage parken. Ein Bus brachte uns zu unserem Flussschiff „Thomas Hardy“. Das Gepäck wurde mit einem eigenen Transporter von der Parkgarage zum Schiff gebracht.

Check In an der Pier

Der Check In verlief sehr schnell, unkompliziert und unter dem hohen Standard des Hygienekonzeptes von Phoenix Reisen.

Unsere Kabine lag auf dem Diamantdeck und hatte neben einem kleinen, möblierten Balkon auch einen franz. Balkon. Die Ausstattung der Kabine war einfach toll. Es gab einen Kaffeeautomaten, genügend Schrankplatz und vor allem genügend Kleiderhänger. und Ablageplätze.

Fotocredit Phoenix Reisen

Natürlich ausgestattet mit Safe und Fernseher. Letzeren – im Nachhinein gesehen, wäre für uns nicht notwendig gewesen, wir nutzten einfach den Fernseher mit Programm „Flusslandschaft“.

Das Badezimmer hatte eine angenehme Größe, mit Dusche und auch hier genügend Ablagemöglichkeiten. Der Balkon war mit 2 Sesseln und einem kleinen Tisch ausgestattet.

Während wir unsere Kabine besichtigten kam auch schon unser Gepäck in die Kabine.

Die Abstandsregel samt Babyelefant konnte jederzeit eingehalten werden, da das Schiff, aufgrund des Präventionskonzeptes, nur zu 50% belegt war. In den Innenbereichen des Schiffes bestand Mund-Nasenschutz-Pflicht. Hatte man den Sitzplatz des Restaurants oder Bar eingenommen konnte man diesen abnehmen.

Pünktlich legten wir im Stadthafen von Passau ab und nahmen Kurs auf Wien. Die erste, von 12 Schleusen, (Jochenstein) erreichten wir bereits nach kurzer Fahrtzeit. Schleusen sind immer wieder eine spannende Sache und egal ob Hochsee oder Fluss.

Auf unserer Fahrt mussten wir etwa 134 Höhenmeter durch Schleusen überwinden, wobei die Schleuse Gabicikovo mit 22 Metern die höchste war. Wir haben insgesamt 1.178 km während unserer Reise auf der Donau zurückgelegt.

Flaggenwechsel

Gleich nach der Einschiffung gab es zur Stärkung Kaffee und Kuchen. Anschließend informierte unser Kreuzfahrtleiter Jörn Hofer über die angebotenen Landausflüge. Jörn Hofer ist uns auch gut bekannt von den Phoenix Hochseeschiffen. Wir haben uns entschlossen eine sehr gemütliche Flussreise zu machen, wollten den Fluss genießen und daher haben wir keinen der angebotenen Landgänge/Ausflug gebucht. Viele der Häfen sind uns auch gut bekannt, daher hatten wir keinen Besichtigungsstress.

Unser Flussschiff „Thomas Hardy“

Um 18:30 wurden wir in die Lounge zu einem Empfang mit unserer Kapitänin Frau Sylvia Versteijnen geladen. Ja, es war spannend einmal mit einer Frau zu fahren, die das „Sagen“ auf der Brücke hat. Sie ist eine sehr kompetente Kapitänin mit viel Humor. Dort fand dann auch gleich eine kurze Sicherheitseinweisung statt.

Rettungsübung „Light“

Im Restaurant wurden die Tische genauso eingeteilt, wie die Gäste gemeinsam angereist sind. Also vorwiegend 2er Tische mit genügend Abstand zum nächsten Tisch. Für jede Kabine war bereits ein Tisch im Hauptrestaurant vorreserviert und beim Check In erhielten wir auch gleich unsere Tischnummer. Dennoch wurden wir am Eingang des Restaurants empfangen und zu unserem Tisch gebracht, so kann es auch zu keinen Missverständnissen kommen und sollte etwas nicht passen, kann man das auch gleich los werden.

Restaurant/Fotocredit Phoenix Reisen

In der Regel gibt es ein Buffet, aber aufgrund der neuen Hygienevorschriften gab es ausschliesslich Tischservice, was keinesfalls ein Nachteil war. Ganz im Gegenteil, nur so kann man genügend Abstand halten.

Zur späteren Stunde gab es auch noch einen kleinen Imbiss in der Lounge, welchen wir aber nicht mehr gesehen haben. Wir freuten uns auf unsere schöne Kabine und haben den Abend gemütlich auf dem Balkon, mit Blick auf eine wunderschöne und so friedlich wirkende Flusslandschaft, ausklingen lassen.

Abendstimmung auf der Donau

Ruhig ist die erste Nacht nicht unbedingt, da das Schiff zwischen Passau und Wien durch neun Schleusen manövriert werden muss. In den Schleusen kommt es zu etwas lauteren Motorengeräuschen aber auch ruckartigen Bewegungen. Als störend habe ich dies nicht empfunden, schließlich hätte ich die Balkontüren schließen können, was nicht heißt, dass es dann geräuschlos gewesen wäre.

Am nächsten Morgen erwachten wir bei blauem Himmel, Sonnenschein und in der wunderschönen Wachau. Fast lautlos glitt das Schiff vorbei an kleinen idyllischen Dörfern, Weinbergen, mächtigen Burgen, Schlössern und Klöstern. Man könnte einfach den ganzen Tag dasitzen und diese wunderschöne Landschaft an sich vorbeiziehen lassen.

Donauimpressionen

Sämtliche Mahlzeiten, so auch das Frühstück, wurden im Hauptrestaurant serviert. Dazu gab es eine Frühstückskarte. Eigentlich war es ein schriftliches Buffet. Dort fand man sämtliche Köstlichkeiten für den Morgenund man konnte jederzeit auch alles nachbestellen.

Vor dem Frühstück hielten wir noch kurz an der Rezeption, um unseren tägliche Fieber Check zu machen. Dieser wurde auch durchgeführt, wenn wir von einem Landgang zurückkehrten.

Nach dem ausgiebigen Frühstück suchten wir uns ein nettes Plätzchen an Deck und bestaunten die Skyline von Wien, die sich schon am Horizont abzeichnete.

Wir selber wohnen ja auch im Einzugsgebiet von Wien, dennoch ist die Einfahrt über die Donau so was von ganz anders. Wusstet ihr, dass Wien die einzige Millionenmetropole mit wirtschaftlich bedeutendem Weinanbau ist? Auf einer Fläche von 680 Hektar besitzt Wien die weltweit größte innerstädtische Rebfläche. Sollten Sie einmal Wien und das Schloss Schönbrunn besichtigen, dann haben sie dort die Möglichkeit den 1.000 Quadratmeter großen, angelegten historischen und kaiserlichen Weingarten „Liesenpfenning“ zu besuchen. Einer der bekanntesten Weinhauerorte in Wien ist natürlich Grinzing, ein kleiner aber sehr feiner Stadtteil ist aber auch Nussdorf und wenn Sie schon dort sind, sollten Sie gleichzeitig einen Besuch auf dem Kahlenberg einplanen. Von diesen haben Sie einen wunderbaren Blick auf die österreichische Bundeshauptstadt.

„Thomas Hardy“ auf der Einfahrt nach Wien

Was macht man eigentlich in Wien, wenn man fast an deren Stadttoren wohnt? Wenn wir in die Stadt fahren, dann meistens um etwas Geschäftliches zu erledigen, um zu Shoppen oder am Abend ein Theater zu besuchen. Diesmal sind wir aber als Touristen unterwegs und daher werden wir die Stadt einmal anderes erleben.

Unser Schiff liegt gemeinsam mit MS Alena zentral in der Nähe der Vorgartenstraße, wo wir auch die U-Bahn in die Stadt nehmen. Unser Ziel hier ist die Kapuzinergruft auch Kaisergruft genannt. Man geht so oft daran vorbei, hat aber für einen Besuch dort ist immer viel zu wenig Zeit. In Zeiten von COVID 19 wird dort sehr schnell ins Bewusstsein gerufen, dass es auch früher Pandemien und davon nicht zu wenig gab. Selbst das Kaiserhaus, welches sich damals die besten Mediziner leisten konnte, blieb nicht verschont. Viele Babies, Kleinkinder und Jugendliche sind an Seuchen gestorben. Ein sehr interessanter Besuch mit viel Habsburgischer Familiengeschichte. Das Highlight dort natürlich die Maria Theresiengruft und natürlich unsere Sissi und der Franzl.

Da es ein sehr heißer Tag war, wollten wir noch in den Prater und dort dann in das berühmte „Schweizerhaus“. Da wir nur einen Nachmittag in der Stadt verbringen konnten, machten wir noch eine Fahrt mit dem Riesenrad und stärkten uns mit der Spezialität des Schweizerhauses, einer „Stelze“.

Langsam machen wir uns auf den Rückweg zu unserer Thomas Hardy und wollen auch noch einen kurzen Besuch auf der MS Alena machen.

v.l.n.r. Jörn Hofer, Waltraud und Morten Hansen, Moritz Stedtfeld

MS Alena fährt die selbe Strecke und daher treffen wir in jeden Hafen auf dieses schöne Flussschiff. Nachfolgend ein paar Fotoeindrücke vonn der Alena.

Pünktlich zu Sonnenuntergang haben wir Wien verlassen und nahmen Kurs auf Esztergom und Budapest. Um etwa Mitternacht passierten wir noch die wunderschön beleuchtete slovakische Hauptstadt Bratislava. Ich hätte die ganze Nacht sitzen können und einfach nur die Landschaft an mir vorbeiziehen lassen.

Früh am Morgen legten wir bereits in Esztergom an. Schon von der Weite sieht man die monumentale Basilika des Ortes. Die Stadt Esztergom liegt kurz vor dem bekannten „Donauknie“ direkt an der Donau, die dort auch die Grenze zur benachbarten Slovakei markiert. Hier wurden nur die Gäste ausgeschifft, die einen Überlandausflug machten und erst wieder in Budapest an Bord kamen. Aus diesem Grund blieb leider keine Zeit für eine Besichtigung des Doms, welcher übrigens der Heiligen Gottesmutter und dem heiligen Adalbert von Prag geweiht ist. Aussderdem ist er der Sitz des Apostolischen Erzbischofs und König Stephan I wurde hier gekrönt.

Nach zwei Stunden Aufenthalt setzten wir unsere Fahrt auf der Donau Richtung Budapest fort. Wir passierten das Donauknie und dann kam auch schon die Einfahrt in die ungarische Hauptstadt, vorbei an der Margaretheninsel, dem spektakulären Bauwerk des Parlamentes, der Fischerbastei und dem Schloss und durch die berühmte Kettenbrücke. Unser Liegeplatz, mitten in der Stadt zwischen Ketten- und Elisabethbrücke. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt, konnten wir von unserem Anlegeplatz bequem zu Fuss erreichen.

Bei Kaiserwetter (sagt man normal in Wien) starteten wir unseren Spaziergang durch die Stadt. Es ist sehr gemütlich entlang der Donau, Richtung Kettenbrücke zu spazieren. Der Weg ist von netten Lokalen gesäumt und daher kann man überall einen kleinen Erfrischungsstopp einlegen. Da es ein sehr heißer Tag war, entschlossen wir uns einen kleinen, offenen Hop-on-Hop-off zu nehmen, alternativ stand auch eine Seilbahn, die auf den Schlossberg führt, zur Verfügung. Viele wichtige Sehenswürdigkeiten liegen auf der Budaer Seite. Die Stadt selber teilt sich in zwei Teile und zwar den hügeligen Buda und dem eher flachen Pest.

Budapester Parlamentsgebäude
Kettenbrücke

Der kleine Bus stoppte direkt vor der Matthiaskirche – offiziell Liebfrauenkriche genannt. In diesem Dom wurde Franz und Sissi (absichtlich mit zwei „s“ geschrieben) gekrönt aber auch Kaiser Karl I, daher wird sie auch Krönungskirche genannt. Aufgrund des großen Hochzeitsandranges war eine Besichtigung leider nicht möglich. Die Bräute standen am Eingang Schlange.

Matthiaskirche od. Liebfrauenkirche

Gleich hinter der Kirche erhebt sich die Fischerbastei, von wo man einen atemberaubenden Panoramablick auf das Parlament aber auch auf die Pester Seite hat. Aufgrund der Corona Pandemie waren sehr wenige Menschen unterwegs und so konnten wir einen herrlichen Ausblick, ohne Gedränge, genießen.

Fischerbastei

Die Fischerbastei ist ein neoromanisches Monument und erhebt sich an der Stelle des mittelalterlichen Fischmarkts von Buda. Der Name stammt von einer Fischergilde – für die auch das Monument errichtet wurde. Im Mittelalter musste die Gilde diesen Abschnitt der Stadtmauer verteidigen. Die Türme der Bastei sollen an die Zelte der Magyaren erinnern.
Vor der Bastei steht eine Reiterstatue aus Bronze von König Stephan I. Er war der Heilige, der in Ungarn das Christentum verbreitete.

An der Bastei gibt es kleine Lokale mit herrlichen Blick über die Donau und nach Pest. natürlich legten wir hier eine Pause ein, um dieses tolle Panorama zu genießen. Die Preise allerdings sind natürlich gehobener als in anderen Lokalen.

Mit dem Bus ging es dann weiter zum Palast auch Budapester Burg oder Königspalast genannt, welcher mit seiner imposanten Kuppel, hoch über der Donau trohnt und eigentlich der Wiener Hofburg gleicht. Das Gebäude nimmt den gesamten südlichen Teil des Budaer Berges ein und beheimatet unter anderem viele Museen. Der Palast diente schon seit dem 13. Jahrhundert als Residenz der Könige von Ungarn und hat mitunter auch eine sehr erreignisreiche Geschichte hinter sich.

Palast von Budapest

Immer wieder wurde die Burg zerstört und wieder von verschiedenen Herrschern auf-und umgebaut. Zuletzt wurde der Palast im 2. Weltkrieg schwer in Mitleidenschaft gezogen und ziemlich zerstört. Durch die Hilfe ausgezeichneter Historiker konnte ein Teil des Glanzes dieses Gebäudes rekonstruiert werden. Die Grabungen und Restaurierungen dauern noch immer an. Aufgrund der Pandemie war leider eine Innenbesichtigung nicht möglich. Dies holen wir aber ganz sicher bei unseren nächsten Budapest Besuch nach, wie auch den Burggarten – Basar, der nach seiner Restaurierung 2014 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde.

Der Matthiasbrunnen wurde 1904 errichtet und erzählt die Geschichte eines Mädchens und des Königs Matthias Corvinus. Der Brunnen ist direkt an den C-Flügel des Palastes angebaut. Über dem Brunnen ist der König als Bronzefigur auf der Jagd dargestellt. Darunter findet man ein Mädchen, welches die Beliebtheit des Königs beim ungarischen Volk dokumentiert. Der Legende nach, soll dieses Bauernmädchen sich in Matthias unsterblich verliebt haben, als dieser unerkannt auf Jagd war. Als sie erkannte in wen sie sich verliebt hat, fiel sie in tiefe Trauer.

Matthiasbrunnen
Blick vom Palast auf die Pester Seite
Reiter in Husaren Uniform

Budapest ist sicher jederzeit eine Reise wert und man kann die Stadt so toll und gemütlich selbst erkunden. Bitte achten Sie aber darauf, dass es schon einige Kilometer sind, die Sie an so einem Tag zurück legen. Daher empfehle ich, Gästen mit eingeschränkter Beweglichkeit doch einen organisierten Ausflug vom Schiff weg zu buchen. In Ungarn könne Sie fast überall mit Kreditkarte, Maestro aber auch mit Euros bezahlen. Einfach vorher nachfragen. Es ist nicht notwendig Forint zu wechseln, für nur einen Nachmittag.

Am Abend machten wir noch einen schönen Spaziergang durch die Pester Innenstadt. An der Donau beobachteten wir die vielen Partyboote. Pünktlich um 22 Uhr verliesen wir unseren Liegeplatz und nahmen Kurs auf die slowakische Hauptstadt Bratislava.

Die Ausfahrt aus dieser schönen Stadt, mit einer fulminanten Abendstimmung, unter den Klängen der Krönungsmesse von Franz Liszt, war ein ziemlich ergreifender Moment.

Köszönöm szepem und Viszontlátásra!

Budapest bei Nacht
Das Parlamentsgebäude hell beleuchtet

Obwohl wir so nahe an Budapest wohnen, war es unser erster Besuch, aber es gibt dort noch so viel zu entdecken und wir kommen ganz sicher wieder, ob mit Auto oder auf der Donau.

Nach einem wunderschönen Abschied von der ungarischen Hauptstadt nahm unsere Thomas Hardy Kurs auf Bratislava. Da wir Bratislava schon kennen, machten, wir das was wir Sonntags immer machen….

Tja, Kaffee und Kuchen geht immer oder? Auch hier liegt das Schiff in Innenstadtnähe und man kann ganz toll die Stadt selber erkunden, allerdings wenn man Hintergrundwissen haben möchte, ist natürlich immer ein Ausflug empfehlenswert.

Am späten Nachmittag verließen wir auch die slowakische Hauptstadt, passierten gegen Mitternacht wieder Wien und am nächsten Morgen machten wir im letzten Hafen dieser 5-tägigen Donaukreuzfahrt, in Dürnstein, fest.

Blick von der Donau auf die Ruine Dürnstein

Die Wachau eignet sich perfekt für eine Fahrradtour und so mieteten wir an Bord einfach Fahrräder um den Ort und Umgebung zu erkunden. Wenn man nicht in den Ort will, ist die Fahrradstrecke/Radweg sehr einfach zu befahren, in den Ort hinein muss man dann schon ein wenig in die Pedale treten.

Unsere Phoenix Fahrräder/Verleih an Bord

Dürnstein selber zählt seit dem Jahr 2000 zum UNESCO-Weltkulturerbe, so wie die gesamte Wachau auch. Die engen Gassen laden zum verweilen ein und man sollte sich auf jeden Fall ein Gläschen Wein in einem der romatischen Keller gönnen.

Kellergassl in Dürnstein

Unser heutiges Ziel ist das barocke Stift Dürnstein. Durch das Stiftsportal betritt man den barocken Innenhof. Die Ausstellung beginnt schon in einem Raum davor, in der gotischen Säulenhalle zum Thema „Das Gute“. Der Innenhof sowie die Räume der ehemaligen Augustinerausstellung und des ehemaligen Meditationsweges thematisieren „Das Schöne“. Überall gibt es etwas zu entdecken, zu sitzen, zu verweilen oder das Schöne auf sich wirken zu lassen.

Höhepunkt des Rundganges ist natürlich die Donauterrasse hoch auf dem Kirchturm mit einem wunderbaren Weitblick in die Wachau und auf die Donau. Von den vielen Engeln und Heiligen, die den Kirchturm bewachen wird man in eine andere Welt versetzt.

Über das Obergeschoss, welches dem Besucher Einblicke in „das Wahre“ gewährt und über die Sakristeitreppe gelangt man wieder in das Erdgeschoss und somit auch in die imposante Kirche.

Kirche von Dürnstein

Die Ausstellung ist sehr modern gehalten und auch für Kinder und Jugend interessant, da man in den verschiedenen Räumen, Sachen entdeckt wie z.B. finde deinen Blauton (an der Wand hängen hunderte von Blautönen aus Glas) oder man darf an einem Bord voller Nachrichten eine eigene Wunschnotiz hinterlassen usw. Also auf jeden Fall ist diese Entdeckungsreise im Stift für Jung und Alt interessant.

Wer Zeit hat, sollte unbedingt den Aufstieg auf die Ruine Dürnstein wagen, von dort hat man einen herrlichen Blick über die Wachau. Der Weg ist allerdings sehr beschwerlich.

Leider mussten wir uns Mittags schon wieder von dem schönen Dürnstein verabschieden.

An unserem letzten Abend an Bord verabschiedete sich die Besatzung von den Gästen, anschließend ging es zum 5-Gänge Abschiedsabendessen, natürlich mit „baked Alaska“

Wie auch auf Hochsee, stellten wir allerdings erst am frühen Morgen die Koffer vor die Tür. Diese wurden dann im Hafen an Land gebracht, identifiziert durch die Besitzer und anschließend zurück zu unserer Parkgarage gefahren. Alles easy! Nach dem Frühstück verweilten wir noch ein wenig an Deck und genossen die Einfahrt nach Passau.

Passau

Eine wunderschöne entspannte Donaukreuzfahrt auf der schönen und exklusiven Thomas Hardy. Eleganter Komfort, gewohnter Phoenix Service und eine hervorragende Kulinarik. Das Personal durchgehend freundlich und sehr bemüht. Uns hat der Mund-Nasenschutz, das tägliche Fieber messen sowie das strenge Hygienekonzept nicht gestört, dadurch fühlten wir uns an Bord sehr gut aufgehoben. Jeder Mitreisende hat sich an die Abstandsregel gehalten. Trotz das das Schiff nur zu 50% belegt war, hatte das für uns keinen Nachteil, ganz im Gegenteil…. Wir genossen die Großzügigkeit, die uns zur Verfügung stand.

Zu erwähnen wäre noch, wenn man sich an Deck aufhält und durch Brücken fährt, wird man gebeten sitzen zu bleiben. Sollte der Fluss aber Hochwasser führen, wird auch für diese kurze Durchfahrt das Deck aus Sicherheitsgründen geräumt . Bei Normalwasserstand werden die Gäste gebeten einfach sitzen zu bleiben.

Vorstellen konnte ich mir das auch nicht aber jetzt weiß ich wie eng das manchmal wirklich ist. Wenn ein Gast eine Gehbehinderung hat, sollte man diesen auch darauf aufmerksam machen, dass die Treppen im Aussenbereich sehr steil und eng sind. Manchmal stehen die Schiffe nebeneinander im Hafen und man muss einige Schiffe durchqueren, bevor man an Land ist. Geht normalerweise sehr einfach, in Cornoazeiten aber nicht, da fremde Gäste andere Schiffe im Innenbereich nicht betreten dürfen und daher muss man oft ein wenig Gehgymnastik machen, bevor man an Land gehen kann. Mit Gehhilfen kann das dann schon sehr beschwerlich werden.

Es gibt nicht wirklich eine Kleidervorschrift an Bord. Leichte, sportliche Eleganz am Abend und leger tagsüber, so kommt man gut durch.

Eine unserer entspanntesten Reisen überhaupt, allerdings unsere erste Flussreise auf der Donau. Die Metropolen, die angefahren werden, kann man natürlich nicht in ein paar Stunden Aufenthalt besichtigen aber man kann einen Eindruck gewinnen und alleine Städte vom Fluss aus entdecken ist auch spannend.

Anmerkung Waltraud Hansen: Einige der Bilder wurden mit dem Mobiltelefon gemacht und weisen daher eine schlechtere Qualität auf, dies bitten wir zu entschuldigen.

Wir freuen uns auf eure Kommentare!

6 Antworten auf “Flusskreuzfahrt „Donauflair“”

  1. Liebe Waltraud, erst einmal herzliche Grüße von Uschi und Ernst. Das war ja eine wunderschöne Reise und vermittelt mir die Lust, doch wieder einmal ein Kreuzfahrt zu machen. Konnte Morten sich in Sachen Brücke und Schiffführung zurückhalten? Grüße bitte auch ihn von uns und vielen Dank für den tollen Ausblich und Einblick.

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    1. Um ehrlich zu sein, es hat ihn nicht wirklich interessiert. Zu klein und das die Brücke ständig auf- und abgefahren wird, hat ihn auch nicht unbedingt imponiert. Er hat aber den Fluss sehr genossen und sich eher auf die Landschaft konzentriert.

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