Südfrankreich 

Séte, Gerne auch das Tor zur Provance gennant. Schon bei der Einfahrt in den Hafen von Séte erkennt man, das die goldenen Zeiten längst verblasst sind. Zurück geblieben ist eine Stadt mit viel südfranzösischem Flair, freundlichen Menschen und unglaublich viel Charakter. Die Zeit steht hier still. Kein Stress, keine Hektik – purer, gemütlicher Alltag. Man ist bemüht, alte Zeiten wieder auferstehen zu lassen und will vom Kreuzfahrttourismus aus dem benachbarten Marseille auch mitnaschen. Séte wird auch gerne als das „Venedig Südfrankreichs“ bezeichnet, da es durch einen Kanal durchzogen ist. Für mich als Venedigfan dann doch etwas weit hergeholt. Bei meinem 1. Besuch hier ist Sonntag und alles noch ein klein wenig ruhiger als an einem Wochentag.

Das Schiff liegt an der Pier und so müssen wir erst einen Shuttlebus zum Hafeneingang nehmen. Alles ist hervorragend organisiert und so geht das sehr flott. Vom Eingang dann sind es noch etwa 5 Gehminuten in die Stadt.

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Die bunten Fischerboote liegen im Hafen und junge Männer treffen sich am Vormittag zum Fischen im Kanal. Alles ist völlig ruhig, man kann schon vergessen, dass sich die Uhr wirklich weiterdreht.

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Sehenswürdigkeiten gibt es nicht all zu viel, aber man kann sich schon die Zeit angenehm vertreiben.  Es gibt auch eine Sightseeing Bus, der die wenigen Sehenswürdigkeiten – die doch ein Stückchen voneinander entfernt liegen, abfährt. Eine kurzweilige Fahrt und so kommt man auch an die schöne Strandpromenade von Séte. Besuchen sollte man die Markthalle, darin befinden sich mitunter auch einige kleine Lokale.

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Hier wird Obst & Gemüse, Fleisch, Fisch, Produkte aus Olivenöl aber vor allem Austern und Muscheln angeboten.

Der Markt hat nur Vormittags geöffnet. Es gibt auch kleine Restaurants in der Halle, in denen man lecker frische Austern aber auch anderen Fisch probieren kann.

Ich spaziere durch die Markthalle und lasse mich natürlich gerne zu einem kleinen Einkauf verleiten. Ein nettes Mitbringsel für die Lieben zu Hause ist Olivenöl aber auch Meersalz mit den verschiedensten Kräutern gemischt. Das Schöne ist, dass das Salz gewogen wird und man auch kleine Portionen zum Ausprobieren zu einem sehr fairen Preis kaufen kann.

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Die Restaurants der Markthalle füllen sich langsam mit Menschen, die zum sonntäglichen Frühschoppen kommen, was ein wenig Heimatgefühle in mir weckt.

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Am Kanal entlang gibt es viele Cafes und Restaurants. Um diese schöne Sonntagsmorgenruhe zu genießen, setze ich mich in eines der Strassencafes und lasse diese Stimmung auf mich wirken.

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Gestärkt mit Croissant und Kaffee steuere ich ein ganz besonderes Ziel an. Den maritimen Friedhof. Der Friedhof ist neben dem Leuchtturm im Hafen, den man auch besichtigen kann, eine kleine Attraktion.

Der Spaziergang dauert etwa 30 Minuten, und dann betritt man diese letzte Ruhestätte der Seeleute und Fischer von Séte. Der Ausblick von oben, über die Stadt und den Hafen ist wunderschön.

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Die Seeleute und deren Familien, die hier ihre letzte Ruhe fanden, haben ein friedvolles Plätzchen mit einem letzten Blick auf die unendliche Weite des Meeres und die Hafeneinfahrt von Séte.

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Hier hören Sie die Nebelhörner der Schiffe ein letztes Mal. Hoch über Ihnen wacht ein weiterer Lechtturm und weist Ihnen den Weg auf ihrer letzten, großen Fahrt.

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Für einen Seemann, eine wundervolle, würdige, letzte Stätte. Ein besinnliches Plätzchen Erde, dessen Besuch sich auf jeden Fall lohnt.

Etwas außerhalb von Séte liegt der kilometerlange breite Sandstrand der Stadt. Leider habe ich nicht mehr die Zeit, um diesen zu besuchen. Bei dieser Hitze, hätte ein kleine Abkühlung im Meer nicht geschadet.

Mit meinem Mann treffe ich mich zum Mittagessen, Wir entscheiden uns natürlich für eine der Spezialitäten der Stadt und bestellen Muscheln in Weißweinsauce.

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Diese sehen nicht nur hervorragend aus, nein sie schmecken auch so. Auf dem Heimweg besorgt Kapitän Hansen noch Austern für seine Offiziere, die keine Möglichkeit hatten an Land zu gehen. Am Abend steht dann die Austernparty in der Offiziersmesse auf dem Programm.

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Jederzeit könnte ich mir vorstellen hier einen Urlaub zu verbringen. Das Meer ist wunderschön, die Strände nicht so überlaufen wie an der Côte d’Azur. Preise, die man sich leisten kann und Menschen, die sich wieder freuen, einige Touristen zu sehen.

 

 

 

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4 Antworten auf “Südfrankreich ”

  1. Hallo Waltraud,
    Danke für diesen schönen und intensiven Bericht mit den tollen Fotos!
    Da kommt wirklich sofort Urlaubsstimmung auf (auch wenn ich mangels Sprache nicht so sehr der große Frankreich-Fan bin)
    VG Klaus

    BTW: gibt es schon was Neues von den Basecaps ? 😉

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    1. Hallo, vielen Dank und bezügl. Sprache kommt man gut mit Englisch durch, im Markt muss man intensiver mit Körpersprache übersetzen. 🙂 Basecap geht heute zur Post! 🙂

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  2. Hallo Frau Hansen!
    Ich bin ein grosser Fan von Ihnen und Ihrem Gatten (Verrückt nach Meer) und liebe Sète ebenfalls. Wir waren letztes Jahr mit der Star Flyer hier und schon das Anlegen fast mitten in der Stadt, war ein einmaliges Erlebnis. Die Leute kamen aus ihren Häusern, um das Schiff zu bestaunen und wir umgekehrt bestaunten dann die Stadt! Wir könnten uns auch vorstellen, ganz da hin zu ziehen, sobald wir von Zuhause entbehrlich sind. Ich wünsche Ihnen stets eine gute Reise und freue mich auf weitere, interessante Berichte und Bilder! Mit lieben Grüssen Ursula Nyffenegger (Schweiz)

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