Südpeloponnes

Die Hafeneinfahrt von Kalamata ist ziemlich eng aber mit unserer „kleinen Lady“ schaffen wir das allemal. Kapitän Morten Hansen dreht im Hafenbecken das Schiff, damit wir auch gleich Abfahrtbereit sind. Christian Baumann kontrolliert den Abstand zur Kaimauer mit wachsamen Auge.

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Peloponnes — ist im eigentlichen Sinn eine Halbinsel und wurde nach der Figur der griechischen Mythologie „Insel des Pelops“ benannt. Die südlichen Ausläufer sehen aus, als ob sich Finger über das Ionische Meer legten. Die Besucher erwarten dort tolle Landschaften und viel Historie. Leider ist für uns die Zeit viel zu knapp bemessen um ein Auto zu mieten und diese Landschaften und verschlafenen Orte zu erkunden.

Auf der Insel sind viele verschiedene Völker wie die Römer, Kreuzritter, Türken, Byzantiner verbeigekommen und haben Ihre Spuren hinterlassen. Nur unweit der Südspitze liegt die berühmte Insel der Aphrodite – Kythira.

Da wenig Zeit für Kulturelles ist, spazieren wir wieder mal nur durch die Stadt, suchen uns ein nettes Plätzchen zum Kaffee trinken oder wieder so einen leckeren, frisch gepressen, griechischen Orangensaft und genießen die Frühlingssonne – eigentlich wie immer….

Kalamata ist bei den griechischen Urlaubern sehr beliebt und daher spricht man hier auch sehr wenig Englisch.

Wir wollten uns nochmals mit Olivenöl eindecken, wer weiß schon, wann wir wieder nach Griechenland kommen, aber leider sind die Geschäftszeiten der Shops schon der Sommersaison angepasst und diese öffnen erst um 18:00 – also wenn wir schon wieder ablegen.

Ein Shop hatte geöffnet, leider aber verkauften die Schuhe und kein Olivenöl. Eigentlich Sandalen, jetzt wissen wir auch, WIE die Römer hier Ihre Spuren hinterlassen haben.

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Um heute nicht gänzlich auf griechisches Essen verzichten zu müssen, nehmen wir ein Taxi zurück zur Strandpromenade. Hier haben schon einige Restaurants am Strand geöffnet und viele machen die letzten Handgriffe vor Saisonbeginn. Auf der Suche nach einem netten Restaurant treffen wir auf unseren Chef Ingenieur, er hat sich bereits ins Wasser gewagt und bei satten 20° Wassertemperatur seine persönliche Badesaison eröffnet. Sehr beachtlich lieber Stefan, für mich persönlich knapp am Gefrierpunkt und noch viel zu kalt. Brrrrrrrrrr….

Schließlich haben auch wir das richtige Restaurant, direkt am Strand, gefunden und studieren bereits die Speisekarte. Die gesamte Karte wird noch nicht angeboten, aber unsere Lieblingsspeisen wie griechischer Salat, gegrillte Sardinen, Tzatziki und Kalamaris gibt es ganz frisch, dazu einen Korb mit frischen Brot und ein Gläschen leckeren, griechischen Wein…. was will das Herz mehr?

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Kalamata selber gibt nicht viel her, die Stadt wurde vor einigen Jahren, durch ein Erdbeben, ziemlich in Mitleidenschaft gezogen. Wie durch ein Wunder gab es nicht viele Opfer zu beklagen. Die Altstadt wurde schwerst beschädigt und daher ist nur noch wenig übrig. Der Aufbau geht, wegen der wirtschaftliche Krise Griechenlands, eher schleppend dahin. Wir haben das Beste aus diesem sonnigen Nachmittag gemacht und freuen uns die Stadt gesehen zu haben.

Auf dem Weg zurück zum Schiff muss der Kapitän unbedingt noch ein Bild von der „little Albatros“ nehmen, die vor uns im Hafen liegt.

2017-04-2

Auch hier ist die Zeit des Abschieds gekommen. Unter den Klängen der imposanten Musik von Vangelis und „Conquest of Paradise“ nehmen wir Kurs auf unser nächsten Ziel – Ithaka.

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Abendstimmung im Hafen von Kalamata

„Manche Menschen suchen überall nach dem einen wunderschönen Ort. Wir machen einfach den Ort schön, wo wir gerade sind!“

„Follow your heart, it knows the way“

Eure Waltraud

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8 Antworten auf “Südpeloponnes”

  1. Guten Morgen von Essen nach Griechenland 🙋. Mit so einem schönen Bericht mit so tollen Bildern kann die Woche beginnen. Liebe Grüße an Euch alle, Barbara

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      1. Vielen Dank für die kleine Stadt / Landbeschreibung. Ich komme gerade von der Arbeit und bin noch schnell einkaufen und trinke gerade beim Bäcker einen Milchkaffee. Durch Ihren Eintrag konnte ich gleich wieder etwas durch schnaufen und runter kommen. Bevor ich jetzt nach Hause fahre und dort weiter mache. Danke für die schöne Kurzweil und LG

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  2. Ich liebe Griechenland und den Südpeleponnes – wobei Kalamata selbst nicht die Perle dieser einzigartigen Halbinsel ist. Beneide dich grad um diese Tour Waltraud, liebe Grüße an deinen Göttergatten Eva

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    1. Hallo Eva! Bin leider schon wieder zu Hause und schreibe hier meine Berichte fertig. Am Donnerstag gehts schon wieder los, diesmal westl. Mittelmeer auch mit vielen Perlen! Dickes Busserl nach OP! 🙂

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  3. Liebe Frau Hansen,

    diese schönen Bilder sind wie Balsam auf die hier in Deutschland vor Kälte und Nässe bibbernde Seele – ich glaube, Petrus hat noch nicht mitbekommen, dass wir eigentlich auch hier Frühling haben sollten nach dem Kalender;-)
    Vielen lieben Dank auch für die wunderschönen und sinnigen Sprüche am Ende, dieser hier hat mir besonders gut gefallen: …machen wir den Ort schön, an dem wir gerade sind!!!
    Liebe Grüße
    Helga E.-D.

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