Santorin – Die Perle Griechenlands

Früh am Morgen ankert die Albatros bereits vor Santorin.
Da an diesem Tag gleich 2 Inseln , für mich die schönsten Inseln Griechenlands, zu besuchen sind, wird es mitunter ein langer Tag. Also heißt es auch für mich früh aus dem Bett und schnell an Land, um möglichst viel Zeit in Santorin zu nutzen.

Ich habe zuletzt die Insel in den 90-iger Jahren (während meiner Zeit auf See) besucht und bin sehr gespannt, was sich in der Zwischenzeit verändert hat. Gleich vorab, beim ersten Anblick, fehlt mir der „Blauton“ an den Kuppeln und den Häusern. Dies war schon mal etwas intensiver und wird nach wie vor auf jeder Postkarte beworben. Anscheinend steigt man auf dezente helle Erdtöne um.

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In Santorin gibt es keine Pier und daher wird getendert. Die modernen Tenderboote kommen von Land und diese fassen das doppelte an Passagieren gegenüber denen der Albatros. Aus diesem Grund geht die Ausbootung sehr schnell.

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Da es noch so früh am Morgen ist und ich ein absoluter „Morgenmuffel“ bin, wandere ich nicht über 587 Stufen den Berg hoch und ich habe auch keine Lust einen dieser Muli´s mit mir zu belasten, daher nehme ich die Schwebebahn.

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Ein Muliritt den Berg hoch oder die Gondelbahn – der Preis von EUR 6,- (pro Strecke) ist gleich. Während der kurzen Fahrt (2 Min) genießt man einen tollen Ausblick auf die kleinen vorgelagerten Inseln des Archipels.

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Wir haben auch noch Glück und liegen an diesem sonnigen Vormittag, als einziges Kreuzfahrtschiff, vor der Insel. Trotz, dass die Saison nicht einmal noch gestartet ist, sind schon viele Touristen unterwegs. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie dies dann erst im Sommer ist, wenn die Flugtouristen, Besucher der Nachbarinseln und zusätzlich Kreuzfahrtschiffe da sind.

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Ich bahne mir einen Weg durch die belebte Souvenierstraße von Fira und spaziere dann durch engen Gässchen, in denen weniger Touristen unterwegs sind, durch die Stadt. Verschiedene Lokale haben bereits geöffnet und die anderen machen die letzten Handgriffe vor der Saisoneröffnung. In den Restaurants wartet frischer Fisch und Gemüse verarbeitet und verzehrt zu werden.

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Für mich hat die Insel eine ganz besondere Aura und einen außerordentlichen Flair. Ich kann nicht genau sagen, was es ist, aber die Insel hat einfach eine besondere Ausstrahlung. An einem sonnigen Plätzchen trinke ich Kaffee und genieße diese wohltuende Wärme der Frühlingssonne.

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Ein kleiner Tipp: Wenn ihr im Frühling auf Santorin bzw. in Griechenland seid, bestellt euch frisch gepressten Orangensaft – das Beste ever! Es ist gerade Orangenzeit in Griechenland und der Geschmack ist wirklich „Bombe“.

Wenn man durch die Gassen der Stadt spaziert, findet man viele Hotel-, Lokal- bzw. Hauseingänge – die Türen stehen meistens offen.

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In den Hotels ist alles sehr beengt, sieht aber überall sehr geschmackvoll und heimelig aus. Viele der kleinen Anlagen verfügen, trotz des Platzmangels, über Pools. Hotels in Fira findet man in jeder Kategorie und Preislage.

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Es wird auch überall freies Wlan angeboten, was aber nicht immer funktioniert.

Die Insel Santorin gehört, wie Mykonos auch, zu den Kykladen und wurde vor etwa 3500 Jahren durch einen gewaltigen Vulkanausbruch „geboren“. Der letzte Vulkanausbruch ereignete sich 1950. Sehr häufig sind hier auch Erdbeben zu verzeichnen, die ziemliche Schäden anrichten. Der offizielle Name der Insel lautet wieder, wie schon im Altertum Thera, wird aber nach wie vor von den Besuchern liebevoll Santorin genannt. Abgeleitet wird dieser Name von Santa Irini (heilige Irene) –  der Schutzpatronin der Insel.

Neben den Prähistorischen und Archäologischen Museum, kann man noch die schöne katholische Kirche besichtigen. Diese ist einfach an der beigen Farbe zu erkennen.

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Leider ist unsere Zeit begrenzt, ansonsten hätte ich gerne ein kleine Inselfahrt mit dem Taxi unternommen. Zu gerne hätte ich Imerovigli besucht. In diesem Ort reihen sich die Häuser direkt am Kraterrand, 350m über dem Meer.

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Da ich ja bequem die Gondelfahrt nach Thira genommen habe, will ich doch eine Strecke zu Fuß zurücklegen und daher nehme ich die 587 Stufen nach „unten“.

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Dauer etwa 15 – 25 Min. je nach Tempo. Ich genieße jeden Schritt und benötige geschlagene 30 Minuten. Hmmm….

Ein Blick nach oben, auf die weißbemalten Häuser, die sich den Hang – hoch über dem Meer – an die steilen Felsen klammern. Die engen Gassen der Stadt, der atemberaubende Ausblick, hoch über dem Meer.

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Darunter das tiefblaue Wasser der Ägäischen See, die Wellen des Meeres schlagen gegen die schroffen Felsen, dazu der Klang der Brandung mit einem Blick auf die mystisch wirkenden Nachbarinseln. Mit diesem Anblick genieße ich jede der 587 Stufen nach unten.

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Zwischendurch laufen Mulis an mir vorbei um andere Touristen in die Stadt zu bringen.

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Das ist Santorin im Frühling.

Schade finde ich, dass die Insel von Touristen gestürmt wird, es keine wirkliche Müllverwertung gibt und zu viele Autos unterwegs sind.

Schön ist/sind….. der Weitblick hoch über dem Meer, die Sonne strahlt hier etwas heller, der Himmel scheint blauer zu sein und die Sonnenuntergänge sollen fulminant sein. Die weiß bemalten Häuser entlang der Felswände, sie strahlen eine besondere Ruhe und Atmosphäre aus. Sie verleihen der Insel ihre Einzigartigkeit!

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Nachdem der Anker gelichtet wurde, nehmen wir Kurs auf die „windige“ Insel Mykonos, vor der wir 4 Stunden später ankern werden. Auch das Brückenteam, voran der Kapitän, Ellen und Dariel genießen die Ausfahrt zwischen den Inseln von Santorin!

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11 Antworten auf “Santorin – Die Perle Griechenlands”

  1. Hallo Waltraud,
    wirklich ein klasse Post mit ganz tollen Fotos.
    Hat mir viele Erinnerungen gebracht (war 2011 für zwei Wochen dort)!!
    Danke
    Klaus

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      1. Hallo Waltraud,

        Santorini ist für mich auch die schönste Insel in der Ägäis – wenn nicht im ganzen Mittelmeer 🙂

        Ich war das erste Mal 2010 auf meiner ersten KF mit der AIDAdiva dort (die Route u. a. genau deswegen gebucht) und dann kamen wir wegen zu starkem Wellengang nicht an Land!
        Da habe ich mir dann im Jahr drauf 14 Tage dort gegönnt und in 2015 nochmal eine Woche!

        Liebe Grüße
        Klaus

        Gefällt 1 Person

  2. wenn man diese herrlichen Bilder sieht, bekommt man riesig Lust auf Urlaub. Danke für den Bericht über Santorin, eine Insel die ich leider nur aus Büchern und vom Fernsehen kenne. Herzliche Grüße an Sie aus dem garnicht z.Zt. so Urlauberfreundlichen Bergischen Land.

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    1. Hallo Christiane! Vielen Dank, freut mich das dir der Bericht gefällt und dann nichts wie auf und nach Santorin – ist echt eine Reise, od. zwei und drei auch, wert. Liebe Grüße Waltraud

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  3. Santorini ist wunderschön, noch schöner ist es, sorry, wenn die Kreuzfahrer weg sind und man an der Caldera mit einem Glas Rotwein sitzt und den Blick auf das Meer und den Vulkan und den Sonnenuntergang hat. Wir waren schon fünf mal in Firostefani und es wird bestimmt nicht das letzte Mal sein. Mystisch ist auch die Stimmung am Morgen, wenn sich ganz leise die Schiffe anschleichen😀

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    1. Hallo Marion! Ganz sicher, aber sind wahrscheinlich nicht nur die Kreuzfahrtschiffe sondern auch die vielen täglichen Besucher der Nachbarinsel. Als wir dort waren, sind unzählige Schulklassen durch die Stadt gewandert und man hat auch gemerkt, dass andere Besucher, als unser Schiff, dort waren. Wir hatten großes Glück, dass wir alleine im Hafen gelegen sind. Costa hat erst geankert als wir abgefahren sind. Dennoch sollte überdenken, ob man die Zahl der Touristen nicht limitieren sollte. Freue mich, dass du den Bericht gelesen hast und vielen Dank auch für die Tipps! Liebe Grüße Waltraud

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  4. Hallo Waltraud, eine Limitierung von Touristen wird es wohl kaum geben, es verläft sich ja auch, bis auf das Anstehen vir der Seilbahn. Wir waren über Ostern an der Amalfiküste und auf Capri, es waren Hunderttausende unterwegs, es war fürchterlich. Es macht auch nicht viel Spaß, wenn man sich nicht in Ruhe mal umschauen kann. Wahrscheinlich sollten wir das nächste Mal früher aufstehen und die Ersten sein. Euch noch eine schöne Zeit und liebe Grüße zurück
    Marion
    PS:Es gibt einen tollen Kraterwanderweg nach Oia

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    1. Hallo Marion!
      Naja, der Lotse hat schon von einer solchen Idee gesprochen aber die Einnahmen tun wohl auch gut. Es war vor 30 Jahren schon sehr viel los dort und wenn ich nun die Kreuzer dazuzähle dann tut sich da sicher im Sommer Einiges. Lieben Gruß und bis bald! Danke für die Tipps 🙂

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  5. Da ich Höhenangst und insbesondere in Seilbahnen habe, kam diese Möglichkeit bei meinem Besuch damals nicht in Frage und die armen Esel taten mir einfach leid – wenn man das sieht, wie sie dort die Treppen herauf- und herunterrutschen! Also hieß es zu Fuß diese vielen Stufen hoch und auch wieder herunter, und das bei über 30 Grad. Mit uns kämpfte sich als Einzige noch ein junges Paar hinauf – oben angekommen musste diese Gipfelbesteigung erst einmal mit einem kühlen Getränk begossen werden. So etwas vergisst man nie;-)

    Herzliche Grüße – auch an die Brücke
    Helga E.-D.

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