Malediven 🌊

PĂŒnktlich um 8:00 liegen wir vor der Hauptstadt der Malediven, in Male vor Anker.

Der erste Eindruck ist nicht gerade beeindruckend bzw. berauschend. Stellt man sich doch die Malediven mit seinen weißen SandstrĂ€nden, dem tĂŒrkis farbenen Wasser und den Korallenriffen als das Paradies schlechthin vor.  Leider mussten wir erst in Male etwas ganz anderes wahrnehmen.  Unglaublich, wie viel MĂŒll im Meer schwimmt und leider ist dort die WasserqualitĂ€t und Farbe weit von dem entfernt, was uns in den Reisekatalogen verkauft wird. Grund dafĂŒr denke ich ist, dass es auf den Malediven keine wirkliche MĂŒllentsorgung oder Verbrennungsanlage gibt, die die notwendige KapazitĂ€t schafft. Es soll sogar einmal Zeiten gegeben haben, wo Stewardessen der Lufthansa , vor der Landung in Male, MĂŒllsĂ€cke an die FluggĂ€ste verteilt haben. Diese konnten kostenlos wieder auf dem Heimflug abgegeben werden.


Die Malediven umfassen etwa 1200 Inseln, die in 19 Inselgruppen eingeteilt sind. Etwa 220 werden von Einheimischen bewohnt und 90 fĂŒr touristische Zwecke genutzt.

Vorab wurde schon erwĂ€hnt, dass man privat gar nicht an Land gehen kann, daher haben wir den Badeausflug ins Dhonveli Resort gebucht. Kurz vor der Ankunft in Male haben die Behörden aber doch die „Stadt freigegeben“ und man konnte auch privat die Male erkunden.

Bereits um 8:30 war Treffpunkt fĂŒr uneren Ausflug. Mit dem Tenderboot wurden wir nach Male gebracht. Das Tendern dauerte etwa 30 Minuten. Von der Pier ging es dann mit einem einem Schnellboot auf das 25 Minuten entfernte Atoll. Hier konnte man dann natĂŒrlich den großen Unterschied zwischen Stadt und Lagune wahrnehmen.

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Im Resort wurden wir mit einem  Welcomedrink aus Mango Juice und Ice Tea, begrĂŒĂŸt. Eine willkommene Erfrischung nach fast einer Stunde Anreise. Am Strand suchten wir vergeblich nach der versprochenen und gebuchten Liege, die eigentlich im Ausflugspreis von  160€ inkludiert sein sollte. Dies war fĂŒr uns aber kein Problem und um nicht unnötig mehr Zeit im „Paradies“ zu vergeuden, nahmen wir auf der unendlich großen Sandliege Platz. Das Thermometer ist in der Zwischenzeit auf satte 36 Grad geklettert und so freuten wir uns auf eine kleine AbkĂŒhlung im Wasser.



Nach der ersten AbkĂŒhlung im wundervollen, tĂŒrkisklarem Meereswasser machten wir uns auf, um die Insel zu erkunden. Es ist ĂŒblich, dass pro Atoll lediglich ein Hotel betrieben wird. Um die Insel zu umrunden, benötigten wir dann aber doch mehr als eine Stunde. Eigentlich dachte ich immer, dass die Inseln kleiner sind.


Bei unsere Inselumrundung beobachteten wir ein paar Surfer beim Wellenreiten, was ich persönlich als ziemlich spannend empfand, da die Wellen sehr hoch waren und ich dies auf den Malediven nie fĂŒr möglich gehalten hĂ€tte.


Insgesamt hatten wir auf der Insel nur 3 Stunden Freizeit. Ein doch stolzer Preis fĂŒr das was geboten wurde.  Wenn man aber schon einmal da ist, sollte mand dies auch machen, da es sonst keine aufregenden Unternehmungen gibt. Auf den Urlauberatollen, etwas abseits von Male, ist das Wasser super schön und mega klar. Mein Freund Max war sehr viel mit der Schnorchel unterwergs und er konnte viele bunte Fische und zwei kleine Haie beobachten.

Die Zeit vergingen viel zu schnell und um 13:00 mussten wir dann wieder mit dem Schnellboot Richtung Male zurĂŒck. Die ĂŒbrige Zeit, bevor wir wieder an Bord sein mussten, nutzten wir um Male erkunden.

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Nach einem kleinen Spaziergang durch die stickige Stadt, mussten wir feststellen, dass es hier nicht viel zu erkunden gibt. Die Stadt machte auf mich einen schmutzigen eher verwahrlosten, vergessenen Eindruck.


Wir haben bei unserer Unternehmung ganz darauf vergessen, dass wir nicht standesgemĂ€ĂŸ gekleidet sind. Schließlich befanden wir uns in einem muslimisch geprĂ€gten Land, und da fĂ€llt man sehr schnell auf. Als modern geprĂ€gte EuropĂ€erin vergesse ich auch manchmal, nach einem Badeausflug, dass man sich in einem Land befindet, in dem legere, lockere, kurze, modische, Bekleidung an Frauen nicht unbedingt erwĂŒnscht ist. Daher kommt wahrscheinlich auch der Gedanke, dass es Touristen- und Einheimische Atolle gibt, und sich Touristen und Einheimische nicht vermischen können. Meine Gedanken darĂŒber gehen eigentlich noch weiter und gelten den vielen unterdrĂŒckten Frauen in solchen LĂ€ndern.


Um niemanden zu provozieren oder unangenehm, mangels passender Kleidung aufzufallen, haben wir uns, nachdem wir noch schnell einige Postkarten gekauft haben, auf den RĂŒckweg zum Schiff gemacht.

Mein persönlicher Eindruck von den Malediven ist, dass es zwar wunderschön und paradiesisch ist, aber um hier Urlaub zu machen, wĂŒrde es mir an Abwechslung und Möglichkeiten fehlen. Vielleicht sehe ich das in 10 Jahren mit anderen Augen.

Um 17:00 wurde der Anker gelichtet und mein Papa nahm Kurs auf Muskat/Oman. Vor uns liegen 3 Seetage vollgepackt mit Sommer, Sonne, und Entspannung, bevor wir in Muskat – eines unserer letzten Ziele – anlegen.

PS: und wiedermal wurden wir mit einem perfekten Sonnenuntergang verabschiedet 😊

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Spiegelglattes Meer, die untergehende Sonne, die den Horizont kĂŒsst und den Himmel dabei in prĂ€chtige Farben hĂŒllt. Diesen Augenblick sollte man festhalten, es ist als ob die Zeit kurz still steht und die Uhren aufhören zu ticken. Es ist ein Innehalten der Gedanken um diesen Moment zu verewigen.

Hoffentlich konnte ich euch einen kleinen Eindruck ĂŒber Male und die Atolle der Malediven geben.

STAY TUNED

Eure Mirjam💕

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7 Antworten auf “Malediven 🌊”

  1. Hallo Mirjam,
    vielen Dank fĂŒr den Bericht ĂŒber Male.
    Ganz schön traurig wie ein Paradies verschmutzt wird.
    Aber freu mich dass es doch noch ein paar StrÀnde gibt, die sauber sind.
    Ich hoffe, dass ich bald auch mal auf der Albatros oder Artania zu Gast sein kann, und die Schönheiten dieser Welt mit dem schwimmenden Hotel zu bewundern.
    WĂŒnsche weiterhin viel Spass und noch erholsame Urlaubstage!!
    Freu mich schon auf den nÀchsten Bericht!!!
    LG. Theresia

    GefÀllt mir

  2. Hallo,
    habe gerade Deinen Text gelesen – dankeschön. Wir sind in einem Jahr auf der Route.
    Eine Frage: Woher kommt die Info, dass man auf den Seychellen nicht individuell/privat an Land gehen kann? Habe ich bisher noch nicht gehört.
    WÀre schön, wenn Du mir eine Info geben könntest, wegen der Planungen.

    GefÀllt mir

    1. Hallo 🙂 Danke fĂŒr deinen Kommentar, diese Information bekommt man beim Veranstalter selbst meistens in den Vorabinformationen!
      Wie gesagt auf den Malediven war es dann kurzfristig nicht so , weiß leider nicht wie es auf den Seychellen is :-/

      GefÀllt 1 Person

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