Arbeiten auf dem Kreuzfahrtschiff III

Holiday pictures hanging on a rope in front of the sea

Zunächst möchte ich auf einige Fragen eingehen, die in den vorangangenen Blogbeiträgen aufgetaucht sind.

Wie z. B. Urlaub: Grundsätzlich kann jeder mitrede, wie kurz oder lange sein Urlaub sein soll. Bei uns war es so, dass man dann immer auf eine offene Position warten musste, wenn man ausßerhalb des schon vorgefertigten Rades Urlaub haben wollte. Auch jetzt ist das noch so. Ist logisch, es muss erst einer gehen, damit der nächste Platz hat. Bei den Asiaten ist es so, dass diese etwa 9 Monate auf See sind und dann 3 Monate Urlaub haben.
Wir hatten etwa 5 Monate Dienst und dann etwa 5-6 Wochen Urlaub.

Langeweile im Urlaub? Ganz und gar nicht. Gerade wenn man viel gearbeitet hat, freut man sich auf die Zeit des „Nichtstuns“ und selber Ferien machen. Jeder freut sich doch auf seinen Urlaub oder? Auch wenn man etwas mehr Zeit zu Hause verbringt, so hat man ja auch Dinge zu erledigen, die liegengeblieben sind. Man besucht Freunde und Familie, muss eventuell Dokumente erneuern und mal ehrlich, 6 Wochen sind schnell rum. Wir sind meistens schon eine oder zwei Wochen früher weggeflogen und haben noch Urlaub gemacht. Der Flug war eh bezahlt durch die Firma und denen war es egal ob wir früher oder am Tag genau fliegen – zumindest solange die Ausgaben gleich blieben.

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Einige Mitleser finden, dass der Job an Bord ziemlich anstrengend ist und die Besatzung daher bedauernswert ist. Ja, die Arbeit auf einem Schiff ist nicht einfach aber man wird auch für viele Dinge reichlich belohnt. z,. B. wenn man dann manchmal an den schönsten Stränden der Welt liegt, wenn auch nur kurz aber man ist da. Man muss auch mit offenen Augen durch die Welt gehen können und dankbar für das sein, was man gerade erleben darf. Wenn man ständig mit dem Jobschicksal hadert, dass man nicht raus kann und man ist ja nur einmal in diesem Hafen, dann hat man verloren. Es muss immer alles positiv gesehen werden und dann passt auch alles.
Das war schon zu meiner Schiffszeit so und ist auch jetzt nicht anders geworden. Ich habe ja schon einmal erwähnt, dass es ein knochenharter Job war aber ich diese Zeit keinesfalls missen möchte, ich erinnere mich immer wieder an diese unglaublichen Jahre und erzähle gerne davon.

Immer wieder fällt mir auch auf, dass wegen des Essen gemeckert wird und das auch noch kommentiert wird, dies finde ich das echt zum Lachen. Wen schmeckt schon das Essen in der Betriebskantine täglich? Denkt mal darüber nach. In der Offiziersmesse gibt es natürlich mehr Auswahl als für die gemeine Besatzung. Übrigens, mein Mann war Officer und ich gemeine Crew – wir hatten an Bord nie die Möglichkeit gemeinsam zu Essen und keiner von uns hat das je in Frage gestellt oder auch darüber gemeckert. War eben so und fertig, solche Dinge nimmt man hin und denkt gar nicht groß darüber nach.

Ich selber habe auch bezüglich Essen zu den großen Kritikern gehört und habe meiner Mama deswegen den Kopf vollgejammert. Ich wurde noch anders erzogen und meiner Kritik wurde zu Hause wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Wir hatten alle genug zum Essen und sind auch satt geworden, geschmeckt hat es nicht immer aber das ich deswegen nicht mehr auf das Schiff gegangen wäre, hätte ich  mir nie überlegt. Noch etwas Wichtiges, wusstet ihr, dass für die Asiaten der tägliche Reis vertraglich gesichert ist?

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Natülich gibt es bezüglich Crew Essen immer mal Diskussionen aber so schlimm wie es oft dargestellt wird ist es nicht. Es steht auch ganzen Tag eine Schüssel mit Obst herum – meistens solches Obst, dass optisch nicht mehr so perfekt ist, aber dennoch voll genießbar.
Es kann aber natürlich vorkommen, dass das Obst weggessen ist, dann hat man halt Pech, passiert einem aber auch nicht täglich.
Wenn der Mittags- und Abendservice gelaufen ist, wurden der Rest des Buffets oder der Desserts in die Crewmesse gebracht, weggeschmissen wurde nichts. Wir haben dann oft einfach darauf gewartet.

Bezüglich der Frage, dass die Besatzung zum Essen rausgeht, weil es an Bord nicht schmeckt. Man will einfach einmal auch einen anderen Geschmack haben, als immer nur das gewohnte Essen. Dies kann man auch gut mit Zuhause vergleichen. Ein wenig Abwechslung ist immer gut. Auch wir haben uns oft einen richtig leckeren Burger oder eine Pizza geholt.

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Eine Frage gibt steht noch immer offen und zwar diese mit dem Freundeskreis. Freundschaften muss man pflegen sonst verwelken sie und in meiner Zeit war diese Pflege sehr schwierig, da wir ja „nur“ mit Briefen kommuniziert haben. Diese Briefe habe ich heute noch und manchmal lese ich auch noch gerne darin und frische schöne Erinnerungen auf. Ich hatte einen sehr großen Freundeskreis, geblieben davon sind nur Wenige und dadurch filtern sichdie wirklichen Freunde heraus. Also grundsätzlich nichts Negatives. Diejenigen, die sich entfernt haben, waren einfach nur Bekannte und keine Freunde.

Nach meiner Zeit in Norwegen und durch Kinder hat sich auch dies verändert. Unsere Kids sind an Land aufgewachsen und hatten eine völlig „normale“ Kindheit. Durch Kinder verändert sich auch der Freundeskreis ein klein wenig oder wird dadurch wieder erweitert. Für mich war immer wichtig, dass unsere Kinder in einem strukturierten Zuhause aufwachsen. Sie sollten Freunde haben, regelmäßig den Kindergarten besuchen und Feste wie Weihnachten und Ostern traditionell erleben. Wir haben den Papa zwar oft besucht, aber nur zu kurzen Reisen.

Gehalt: Jetzt wird es spannend… Die Entlohnung erfolgt je nach Vertrag aber grundsätzlich gilt einmal für alle, dass nur die Zeit an Bord bezahlt wird und es keine Lohnfortzahlung während des Urlaubes gibt. Wir waren während der Zeit an Bord über die Firma krankenversichert aber es wurden keine Pensionsbeiträge einbezahlt. Wobei mein Mann  damals über Norwegen angestellt war und er sämtliche soziale Leistungen bekam.

Wir mussten uns den Urlaub einfach ansparen, dies war aber nicht schwierig, da wir ja wenig Zeit hatten unser Gehalt auszugeben und wenn wir mal über die „Stränge“ schlugen, dann mit dem Trinkgeld. In dieser Zeit kann man gut Geld sparen.  Es gilt auch, je öfter man fährt, desto weniger Geld braucht man, da man sich den Großteil der Dinge wie z. B. Sonnenbrillen jeglichen Designers, Foto- und Videokameras uvm. ,schon angeschafft hat. Im ersten Vertrag benötigt man das meiste Geld.

Also ihr seht, Arbeiten auf dem Schiff hat schon sehr viele Vorteile auch. Für die asiatische Besatzung ist es ein wichtiger Faktor um die Ausbildung der Kinder zu bezahlen und um für die gesamte Familie zu sorgen. Viele Crewmitglieder sparen das Geld und investieren dann zu Hause in ein Geschäft, damit sie sich für die Zukunft etwas schaffen. In diesen Betrieben arbeitet dann oftmals die gesamte Familie mit.

Gerne schreibe ich weiter, wenn ihr noch Fragen habt oder etwas Wissen möchtet.

Liebe Grüße und schönen Abend!

 

 

 

 

Arbeiten auf dem Kreuzfahrtschiff II

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Die großen Hauptabteilungen haben alle eigene Arbeitsverträge, ausgenommen davon sind die Asiaten, die wiedrum komplett andere Verträge haben und über eigene Agenturen in deren Heimatländern vermittelt werden. Weiterlesen…

Arbeiten auf dem Kreuzfahrtschiff

Summer time

Was passiert wirklich, wenn man sich für einen Job auf dem Schiff entscheidet.
Gibt es geregelte Arbeitszeiten? Hat man auch einen freien Tag?
Wieviel Freizeit hat man täglich? Sieht man auch etwas von den Häfen?
Karrieremöglichkeiten und Verdienst…. Weiterlesen…

Adventsreise MS Albatros – Fortsetzung

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Nach einem netten Spaziergang über die Treppen sind wir in der Altstadt angekommen. Wir besuchen die Kathedrale „Notre-Dame-Immaculée“ in welcher auch die Fürstengräber zu finden sind. Die Kirche liegt unweit des Fürstenpalastes.

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Ein Spaziergang um und durch die Altstadt lohnt sich immer wieder. Ich lasse nun die Bilder wirken, denn die sagen oft mehr als 1000 Worte.

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Trotz das hier auch Winter ist… die Vegatation ist dennoch unglaublich. Überall blühen Bougainvillea und Hibiskus, auf den Bäumen hängen Orangen und warten darauf, geplückt zu werden.

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Es ist schon irgendwie ein merkwürdiges Bild, wenn man die blühenden Sträucher und Palmen sieht und daneben steht ein weißer, überdimensionaler Weihnachtsbaum.

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Monte Carlo hat sich wirklich für Weihnachten ins Zeug gelegt. Die Stadt ist reichlich geschmückt, wie alljährlich findet auch der Weihnachtsmarkt am Hafen statt. In diesem Jahr allerdings sind erstmals Sicherheitskontrollen an allen Eingängen positioniert. Kein großer Akt, die Securities sind sehr freundlich und die Gäste werden zusätzlich noch aufgefordert die Taschen zu öffnen. In diesen Zeiten ein unbedingtes „Muss“.

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Nun muss ich gestehen, ich liebe diese nostalgischen Karussells. Dieser Markt ist wirklich nett, kulinarisch wie auch optisch. Ich setze mit einigen Gästen meine Führung durch Monte Carlo weiter und nach einem kurzen „Café“ Stop spazieren wir weiter zum Casino.

Auch dort glänzt und schimmert es weihnachtlich. Der Vorplatz des Casinos ist, wie alle Jahre auch, wieder besonders geschmückt. Eigentlich müsste man dies am Abend bestaunen, wenn hunderte Lichter angehen und der Platz in verschiedenen Farben schillert.

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Wenn man am Vorplatz des Casinos ist, sollte man sich unbedingt Zeit für einen Kaffee im Café de Paris nehmen. Die Preise sind zwar – wie der Platz – sehr exklusiv, aber es lohnt sich allemal die Bewegungen vor dem Casino, vor allem bezüglich Autos und Promis, zu beobachten.

MS Albatros verlässt den Hafen von Monte Carlo um 15:00 und daher müssen wir nach dem Stop im Café de Paris schon wieder zurück.

Hier noch einige Impressionen von Monte Carlo, dass liebevoll, weihnachtlich geschmückt ist. An jeder Ecke und an jedem Haus befinden sich Weihnachtskränze, überall findet man kleine oder größere Krippen oder Figuren der 3 Könige.

 

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Ganz am Ende noch ein paar Selfies, bezüglich meiner „Selfie – Lern – Studie“, besser werden sie ja nicht, trotz Übung.

Fortsetzung folgt mit Captains Welcome und Barcelona!

„Verrückt nach Meer“ – Tag 6

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Sehr früh am Morgen beginnen wir mit der Einfahrt in den Lido und den  Canale Grande in Venedig. Das Wetter ist ganz unser Stimmung angepasst, schließlich wären wir schon noch gerne einige Tage geblieben. Der Himmel ist tief grau und es regnet. Wie ich ja schon am ersten Tag berichtet habe, bin ich ein wirklicher „Venecia Fan“.

Diesmal habe ich ein super Foto von der Seufzerbrücke geschafft. In der Regel übersehen sehr viele beim 1. Venedig Besuch diese sehr bekannte Brücke aus weißem Kalkstein. Sie verbindet den Dogenpalast (Gericht) mit dem Gefängnis und über die Brücke führen zwei, durch eine Mauer getrennte Wege, damit sich die abgeführten Gefangenen auf die, dem Gericht vorzuführenden, nicht sehen können. Ihren Namen“Seufzerbrücke“ bakam sie erst im 19. Jhd., in der Vorstellung, dass die Gefangenen „Seufzen“ wenn Sie auf dem Weg ins Gefängnis sind, es war ihr letzter Blick auf die Lagune und in die Freiheit.

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Verliebte Pärchen, auf einer Gondelfahrt, küssen sich gerne unter dieser Brücke und schwören sich damit ewige Liebe – wohlgemerkt – es muss bei Sonnenuntergang passieren. Klingt zwar sehr romantisch man bedenke aber, dass es oberhalb nicht so lustig zu geht und jemand vielleicht das Urteil „lebenslang“ bekommt. Eventuell ist das ja auch nur für Pärchen gedacht, die sich bereits „lebenslang“gebunden haben. Mir kommt es ein wenig „makaber“ vor, aber eine nette Geschichte ist es allemal und wenn es mit „Lebenslang“ nicht klappt, hat man noch immer eine gute Ausrede, außerdem kann man sich unter der Rialto Brücke auch küssen und dann klappts sicher.

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Wusstet ihr, dass auch Venedig eine schiefen Turm hat? Er gehört der griechisch orthodoxen Kirche „San Giorgio dei Greci“ und ist um ein vielfaches mehr einsturzgefährdet als der schiefe Turm von Pisa.

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Wir lassen uns ein letztes Mal beim Frühstück verwöhnen. Unser Reisebus sollte um 10:00 vor dem Terminal auf uns warten. Unsere Koffer werden gerade an Land gebracht und nach Farben der Kofferschilder geordnet. Die Kofferschilder mit einer Abreiseinfo werden etwa 2 Tage vor Abreise in die Kabine gelegt, so findet man sein Gepäck auch sehr schnell wieder. Es ist alles seitens Phoenix Reisen hervorragend organisiert  – wie immer.

Schön langsam bereiten wir uns auf den Abschied vor und verlassen das Schiff, ein letztes Mal auschecken, damit die an Bord auch wissen, dass wir weg sind, ein letzter Blick auf die „weiße Lady“ die bei diesem Wetter auch nicht so weiß wirkt, und dann gehts die Rolltreppe hinunter in den Terminal. Die Koffersuche ist sehr einfach und in einigen Minuten sind wir auch schon durch den Zoll und haben unser Gepäck im Bus verstaut.

Für mich ist es eigentlich sehr interessant, wie diszipliniert meine Gäste sind, jeder findet sich wieder auf dem selben Platz, wie bei der Hinfahrt. Lustig, so muss ich die Gäste auch nicht lange suche. Schnell durchgezählt – alle da – und volle Fahrt voraus  und wir nehmen Kurs auf Österreich.

Bevor wir das Schiff verlassen haben, habe ich noch schnell ein paar Bilder von Räulichkeiten gemacht, die ansonsten kaum jemand zu Gesicht bekommt und ich denke so manches „Maschinenherz“ wird nun höher schlagen.

Eine wundervolle Reise geht zu Ende, jeder ist gut an seinem Ziel angekommen und ich darf mich schon auf Montag den 12.12. freuen, da geht es wieder mit einer Reisegruppe,auf die „weiße Lady“. Dann werde ich euch von Monte Carlo, Barcelona, Menorca und Korsika berichten.

Bitte entschuldigt, dass ich gestern nicht gebloggt habe, oh ich kann euch sagen, Steak essen mti Freunden stand auf meinem Abendprogramm und es war einfach nur hervorragend. Alle, die sich demnächst im Burgenland aufhalten, sollten die Steak Wochen im Restaurant „Habe Dere“ versuchen. Ja, Männerwelt, es gibt auch große Steaks – ich habe mich für die „Ladies“ Version entschieden.

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In der Zwischenzeit wünsche ich euch ein wundervolles 3. Adventwochenende und ich würde mich freuen, wenn ihr am Montag wieder meinem Blog folgen würdet, wenn es um die „Advents – Kurzkreuzfahrt“ geht!

 

 

Adventsreise MS Albatros

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Nach einen kurzen holprigen Flug sowie eine Busfahrt von etwa 2 Stunden sind wir in Genua-bei strahlenden Sonnenachein und angenehmen Mediterranen Klima- angekommen. Vor uns liegen 5 wundervolle Tage auf MS ALBATROS, dem Schiff aus der ARD Serie „Verrückt nach Meer“. Unsere Kreuzfahrt führt uns von Genua nach Monte Carlo, Barcelona, Mahon/Menorca, Ajacchio/Korsika und wieder zurück nach Genua. Da wir schon sehr früh in Genua sind haben wir die Möglichkeit noch ein wenig die Stadt zu genießen. Vom Hafen ist es ein gemütlicher Spaziergang von 20 Minuten, wir holen uns unterwegs einen kleinen Lunch mit Proscuitto mit Mozarella und als Hauptspeise Muscheln nach Omas Rezept, dazu ein Gläschen italienischen, leichten Weißwein, das kann was. Danach in einem kleinen Kaffee noch einen Espresso und danach geht’s auch wieder zurück zum Schiff. 

Genua ist eine richtig italienische Hafenstadt mit engen Gässchen über denen noch die Wäsche, von einem Fenster zum gegenüberliegenden, hängt. 

Auf den Parkplätzen parken, dicht nebeneinander gereihte, Vespas.

In der Zwischenzeit haben auf dem  Schiff mittlerweile fast alle Gäste eingecheckt und  haben bereits beim Abendessen Platz genommen. Danach findet noch die obligatorische Rettungsübung statt und dann verlassen wir nach 23 Uhr den Hafen von Genua und nehmen Kurs auf die „Schickimicki“ Stadt Monte Carlo. Die See ist extrem ruhig, spiegelglatt – fast wie im Ententeich.

Am Dienstagmorgen haben wir im Hafen von Monte Carlo festgemacht. Wir liegen mitten in der Stadt und um uns einige Megayachten, die im Winterschlaf sind.

Der Großteil der Yachten liegt im Winter im Yachthafen von Antibes. Es ist ein herrlicher Tag mit 22 Grad und daher wollen wir in die Altstadt über die Treppen, die direkt vom Hafen wegführen. Man hat dort einen wundervollen weiten Blick über die italienische Riviera, aber auch über den Yachthafen von Monte Carlo.

Im Sommer hat man auch die Möglichkeit hinter der Kaimauer des Hafens ein erfrischendes Bad im Mittelmeer zu nehmen. Fortsetzung folgt!

„Verrückt nach Meer“ – Tag 5

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MS Albatros erreicht gegen Mittag den Hafen von Ancona. Unglaublich mit welch guter Laune und bei grandioser Stimmung wir anlegen. Am Lido Deck ist gerade der Stadl Frühschoppen in vollem Gange und es wird lautstark gesungen und geschunkelt. Denke fast, dass wir die ganze Stadt von ihrer Siesta wecken….. Weiterlesen…

„Verrückt nach Meer“ – Tag 4

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Sehr früh am Morgen beginnt unsere Fahrt durch den Fjord von Kotor. Durch Ähnlichkeiten zur norwegischen Fjordküste wird die Bucht auch gerne als südlichster Fjord Europas bezeichnet. Weiterlesen…

„Verrückt nach Meer“ – Tag 3

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Sorry, habe euch jetzt einige Tage ohne Bericht „hängen“ gelassen, hatte sehr viel zu tun und wenig Zeit zum Schreiben, aber hallo – I am back! Ich erzähle noch immer von unserer Kreuzfahrt „Auf den Spuren von Verrückt nach Meer“ von 31.10.16 – 05.11.16.

Wow – schon vor 08:00 Uhr legen wir in Zadar an. Von diesem Manöver, in den frühen Morgenstunden, habe ich nichts mitbekommen. Heute will ich einfach richtig ausschlafen. Wir machen ja Ferien und sind nicht auf der Flucht. Zadar selber ist auch für mich ein neuer Hafen und da ich spät dran bin, sind fast alle Gäste bereits auf Ausflug oder an Land. Selbst das Frühstück habe ich verschlafen – schadet nicht – und daher entscheide ich mich sofort in die Stadt zu gehen, eventuell ein kleines Frühstück einzunehmen und um einen kleinen Rundgang zu machen.

Ein wenig verwöhnt wurden wir schon durch Koper mit „Hafen mitten in der Stadt“. Hier ist nichts mit Stadtnähe, das Hafengelände ist eine Großbaustelle und sehr weitläufig. Mhhm…. mit länger gehen habe ich es heute eigentlich nicht so. Das Wetter ist auch, sagen wir mal: passt sich meiner Laune an. Könnt ihr auch auf dem Foto sehen.

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Hätte ich doch nur das Tagesprogramm gelesen, dann wäre ich jetzt gut informiert, z. B. dass es einen Shuttlebus in die Stadt gibt, dass ich das Ticket dafür schon am Abend davor hätte bestellen sollen oder dass es vor dem Hafengelände kaum Taxis gibt. Tja was macht man da? Etwa mehr als 3 km Fussmarsch auf sich nehmen oder wieder aufs Schiff? Ratet mal??

Ein guter Rat von mir an dieser Stelle, das Tagesprogramm, welches die Gäste jeden Abend (für den nächsten Tag) in Ihrer Kabine vorfinden, sollte während der Kreuzfahrt die Bibel sein. Alle wichtigen Informationen zu den Landgängen, dem Reiseziel/Hafen, über die Bordveranstaltungen, Öffnungszeiten der Restaurants, des Friseurs oder Spa, aber vor allem das Wichtigste – Abfahrtszeit des Schiffes und wann die Gäste wieder an Bord sein müssen. Sogar die Telefonnummer des Schiffes und die der Agentur vor Ort, ist angeführt. Wer das Tagesprogramm nicht liest ist eben selber schuld.

Lange Zeit haben wir ja in Zadar sowieso nicht, da das Schiff um 14 Uhr wieder ablegt und Kurs auf Montenegro nimmt.

Wie ihr mittlerweile wahrgenommen habt, habe ich wieder auf das Schiff zurückgezogen und genieße einfach das süße Nichtstun. Dabei beobachte ich die Besatzung während der Arbeit und muss alle wirklich loben.
Die Bedienungen sprechen nach nur 2 Tagen ihre Passagiere bereits mit dem Namen an und sie schaffen es immer wieder – ich bin übrigens nicht die Einzige, die an Bord bleiben musste – den Gästen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Wenn man bedenkt, die Arbeitsstunden die sie täglich leisten, 7 Tage die Woche und das auf 9 Monate gerechnet, ohne Urlaubstage, ohne Feiertage  usw…  In dieser Zeit wohnen sie auf wenigen Quadratmetern, man könnte fast sagen, es ist eine große Wohngemeinschaft.

Die Zeit für Landgänge ist eingeschränkt und die meisten verlassen das Schiff nur um freies Wlan zu bekommen, um kostengünstig mit den Lieben fernab, telefonieren zu können oder um Einkäufe zu machen. Grundsätzlich nützen fast alle Mitarbeiter ihre geringe Freizeit um sich zu erholen oder auszuruhen, also wenig bis keine Zeit um Auflüge oder Besichtigungstouren zu machen. In der Regel hat jeder seine Zimmerstunden zwischen den Diensten und diese muss man einfach nützen, sonst zeigen sich sehr schnell die ersten Ermüdungserscheinungen.
Der Besatzung wird ein netter Aufenthaltsraum, der mit Spielekonsolen, einem Karaokegerät und vielen anderen Freizeitvergnügungen bestens ausgestattet ist, zur Verfügung gestellt. Dort finden auch regelmäßig ökomenische Andachten statt, die von den Bordgeistlichen angeboten werden und auch immer regen Zustrom finden.

Besonders hervorheben muss man ja die Jungs und Mädls in der Küche. Man bedenke, dass diese die Gäste kaum zu Gesicht bekommen und sie eine wahnsinnig harte Arbeit ausführen. Schon alleine die Temperaturen, die dort während des Service herrschen sind gewaltig. Die Abwäscher die hunderte von Teller und diverse Schüsselchen spülen. Diese müssen wieder wegräumt und gesichert werden und das x mal täglich. Schließlich befinden wir uns auf einem Schiff und da muss jedes Töpfchen und Tellerchen sowie viele andere Dinge immer gesichert sein. Das wird übrigens ständig überprüft.

Eigentlich ein knochenharter Job, (den ich übrigens selber auch vor vielen Jahren gemacht habe) der hier auf diesem Schiff mit viel Herz und Liebe zum Detail ausgeübt wird, um den Passagieren den bestmöglichen Service und Komfort bieten zu können.

Ich persönlich kenne einige Besatzungsmitglieder – auf MS Albatros – bereits viele Jahre und wie schön ist es eigentlich, wenn ein Betrieb Mitarbeiter beschäftigt hat, die nicht als Crew zurückkommen sondern als Familienmitglieder.

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„Verrückt nach Meer“ Tag 2

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Am nächsten Morgen erreicht MS Albatros den Hafen von Koper/Slowenien. Koper zeigt sich Anfangs von seiner besten Seite mit Sonnenschein und angenehmen, mediterranen Herbstklima.

Weiterlesen…

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